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Die Evangelische Kirchengemeinde St. Michael in Rostock-Gehlsdorf unterhält seit 1995 eine stabile Partnerschaft zur Sozialstation „SANDORA“ (Litauisch = GEMEINSCHAFT) der Evangelischen Kirche in Šilutė dem ehemaligen Heydekrug im litauischen Memelland.

SANDORA betreut mit ca. 10 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen Kinder und bedürftige Familien in der Stadt- und Kreisregion
Šilutė. Unabhängig von Glaubenskonfession und ethnischer Volkszugehörigkeit wird allein nach dem Prinzip der Bedürftigkeit geholfen, soweit die materiellen Möglichkeiten dieses gestatten. Eine staatliche oder kommunale Unterstützung erfolgt nicht, die Sozialstation mit Suppenküche ist auf Auslandshilfe angewiesen.

Seit 1992 haben wir aus Rostock-Gehlsdorf mehr als 50 LKW-Transporte mit Bekleidung, Möbel, Haushaltsgeräten, Schulbedarf, Invalidenhilfsmittel, aber  auch Lebensmittel und Krankenhausbedarf nach
Šilutė gebracht.

Der letzte Transport ist  am 27.11.2018 dankenswerterweise mit einem LKW des Michaelshof bei guten Seereisebedingungen erfolgt. Schauen Sie auch auf die Seite Bilder!

Reiseeindrücke

Über den 1. Advent 2018 nahm ich das erste Mal an der Hilfsfahrt zu unserer Partner-gemeinde und zur Sozialstation in Šilutė (Litauen) teil. Seit Aufnahme der Hilfe für das ehemalige Heydekrug im Memelland war es der 68. LKW mit Hilfsgütern. Jeder noch so kleine Platz auf der Ladefläche des 12,5 Tonners  wurde ausgenutzt. Zu bedürftigen Memelländern in der Umgebung von Šilutė bestehen von verschiedenen deutschen Personen teils schon sehr lange persönliche Kontakte, wir überbrachten an zwei Tagen personengebundene Geschenke aus Deutschland. Ich hatte es zuvor zwar gehört, jetzt konnte ich mir durch die Besuche selbst ein Bild von den teils sehr schlechten Lebensbedingungen Sozialschwacher in diesem EU- Land machen. Einen Höhepunkt unserer Reise bildete die Rentnerweihnachtsfeier am Samstagnachmittag vor dem 1. Advent. Diese adventliche Feierstunde stellte -wie jedes Jahr- für viele Gemeindemitglieder einen Höhepunkt im Jahr dar, auf den sich schon lange zuvor gefreut wird. Mehrmals wurde uns für die Hilfen (u.a. erfolgte die materielle Ausgestaltung der Feier mit Lebensmitteln aus Deutschland) gedankt. Ich möchte ausdrücklich diesen Dank an alle Spender und Helfer weitergeben. Für mich ergibt sich als Fazit, dass unsere zielorientierte Hilfe benötigt wird und unbedingt fortgeführt werden sollte.
Der Platz an dieser Stelle ist leider für eine ausführliche Reiseschilderung zu klein. Bei einer Mail an die Adresse litauen@georf.de sende ich gern Reiseberichte zu und beantworte Fragen.
Marco Limbach

 

Das Leben der Kinder in armen und Problemfamilien sowie der Rentner ist mit deutschen Verhältnissen nach wie vor nicht zu vergleichen. Sie sind es, denen die ganze Zuwendung der Sozialstation SANDORA mit ihrer Leiterin Schwester Astrid Liepiene gilt. Einem kurzem Aufschwung und einer Verbesserung des Lebensstan-dards nach dem EU-Beitritt folgten heftige soziale Kürzungen für Rentner und Kinder.

Das Erscheinungsbild litauischer Städte und Dörfer hat sich positiv verändert. Hinter den Wohnungstüren herrscht bei vielen Familien bittere Armut. Die Kontraste zwischen bitterer Armut und großem Reichtum sind nicht zu übersehen. Viele Litauer arbeiten im Ausland. Es herrscht Mangel an Facharbeitern und Akademikern, besonders Ärzte und Ingenieure fehlen. Das spürt auch die Sozialstation. Ältere Mitbegründer von SANDORA, deren Vielzahl und Tatkraft uns bei unseren Aktionen oft überraschte, benötigen heute oft selbst Pflege. Junge Kräfte rücken nicht nach, bzw. wollen nicht nur für „Gottes Lohn“ arbeiten. Das Jahresbudget der Sozialstation von 7.000,-€ reicht nicht für Suppenküche und Lebensmittel, Gehalt der Köchin, Steuern, Versicherung, Strom, Wasser, Reparaturen, Benzin für VW Caddy, Reinigungsmittel usw..

Aber 20 € pro Tag machen neben den Ausgaben noch ca. 30 Kinder satt.

Wie machen sie das?

In den vergangenen 15 Jahren haben wir große Mengen Kleidung, Haushaltsgegenstände, Elektrogeräte und auch Lebensmittel nach Šilutė gebracht. Ein fester Kreis von Helfern aus dem Großraum Rostock ist eine verlässliche Stütze. Ca. 40 Familien haben über feste Partnerschaften eine spürbare Hilfe geleistet und so manche Familie oder einzelnen Kindern in höchster Not materielle Hilfe und moralische Unterstützung gegeben.

 

 

Ev.-Luth. St. Michaels-Gemeinde Rostock-Gehlsdorf  |  info@kirchgemeinde-gehlsdorf.de